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Der sechste Sinn

Konrad Bayer

Ungekürzt 9783863851200
1 Stunde 49 Minuten
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Vom Herausgeber

Konrad Bayer (1932-1964), früh verstorbenes Mitglied der legendären 'Wiener Gruppe' (Achleitner, Artmann, Bayer, Rühm, Wiener), zeigt sich in den Originaltonaufnahmen dieser Audio-Edition wie in einem, in all seinen Empfindungen gesteigertem Leben vor dem Tod. Zu hören ist die Stimme Bayers, eine Stimme von berückender Intensität, in drei Auftritten aus den Jahren 1962 bis 1964: im Studio und live vor der 'Gruppe 47'. Bayer liest aus verschiedenen Fassungen des unvollendet gebliebenen Romanmanuskripts der sechste sinn, seiner umfangreichsten und wichtigsten literarischen Arbeit, an der er jahrelang bis zu seinem Tod gearbeitet hat. In ihr artikuliert Bayer nicht nur die Ergebnisse seiner langjährigen Sprachexperimente, basierend auf einer radikalen Skepsis gegenüber Sprache als Vermittler und Kommunikationsmöglichkeit an sich, sondern auch Erfahrungen eines exzessiv geführten Lebens mit deutlichen Tendenzen zu Grenzsituationen. Durch die 'Gruppe 47' (Ernst Bloch, Erich Fried, Walter Jens, Hans Mayer, Hans Werner Richter u.a.) werden die unveröffentlichten Texte Bayers vor ein intellektuelles Tribunal zitiert und einer Prüfung unterzogen, welche in dieser Form einmalig war und heute Geschichte ist. Wenige Tage nach seinem Auftritt im schwedischen Sigtuna begeht Konrad Bayer Selbstmord.
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Konrad Bayer (1932-1964), früh verstorbenes Mitglied der legendären 'Wiener Gruppe' (Achleitner, Artmann, Bayer, Rühm, Wiener), zeigt sich in den Originaltonaufnahmen dieser Audio-Edition wie in einem, in all seinen Empfindungen gesteigertem Leben vor dem Tod. Zu hören ist die Stimme Bayers, eine Stimme von berückender Intensität, in drei Auftritten aus den Jahren 1962 bis 1964: im Studio und live vor der 'Gruppe 47'. Bayer liest aus verschiedenen Fassungen des unvollendet gebliebenen Romanmanuskripts der sechste sinn, seiner umfangreichsten und wichtigsten literarischen Arbeit, an der er jahrelang bis zu seinem Tod gearbeitet hat. In ihr artikuliert Bayer nicht nur die Ergebnisse seiner langjährigen Sprachexperimente, basierend auf einer radikalen Skepsis gegenüber Sprache als Vermittler und Kommunikationsmöglichkeit an sich, sondern auch Erfahrungen eines exzessiv geführten Lebens mit deutlichen Tendenzen zu Grenzsituationen. Durch die 'Gruppe 47' (Ernst Bloch, Erich Fried, Walter Jens, Hans Mayer, Hans Werner Richter u.a.) werden die unveröffentlichten Texte Bayers vor ein intellektuelles Tribunal zitiert und einer Prüfung unterzogen, welche in dieser Form einmalig war und heute Geschichte ist. Wenige Tage nach seinem Auftritt im schwedischen Sigtuna begeht Konrad Bayer Selbstmord.
Verlag
Veröffentlichungsdatum
19.02.19

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