Kulturgeschichte als Kultursoziologie
Alfred Weber
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Van de uitgever
Kurzbiografie: Alfred Weber (1868-1956), Soziologe, Wirtschafts- und Politikwissenschaftler, war der Bruder des berühmten Soziologen Max Weber. Er lehrte als Professor für Soziologie und Volkswirtschaft an den Universitäten Berlin, Prag und Heidelberg. Inhalt: 1. Kulturgeschichte als Kultursoziologie (Aufnahme 17.08.1950): Weber wird der phänomenologischen Richtung der Kultursoziologie zugerechnet. Der Zugang ist strikt unvoreingenommen und empirisch, allerdings ist ein Sinn des geschichtlichen Prozesses vorgängig. Strukturelle Analysen, wie Comtes Dreiphasenmodell von der Religion über die Philosophie zur Wissenschaft, Marx' Historischer Materialismus, der das Schicksal der unterdrückten Klasse ins Auge fasst, oder auch Spenglers und Toynbees zyklische Modelle vom Aufstieg und Dekadenz einer Kultur versteht Weber als zu partikular orientierte Herangehensweisen. Das Gesamtschicksal der Menschheit wird dabei verfehlt, um eine solche Universalgeschichte im Sinne Schillers geht es ihm jedoch. Er unterscheidet dabei drei wesentliche, voneinander getrennte Gesellschaftssphären: Die des Gesellschaftsprozesses, d.h. aller jener sozialen Strukturen, die in der Auseinandersetzung und Bewältigung der Natur entstanden sind; die der Zivilisation, d.h. das System der zu Apparaturen fortentwickelten Produktivkräfte - was Weber durchaus kritisch sieht, denn hier hat die technische Daseinsergreifung Oberhand über die spirituelle und intellektuelle gewonnen - und schließlich die der Kultur, alle Errungenschaften der geistig-seelischen Auseinandersetzung des Menschen mit sich und der Welt. 2. Bericht zum „Kongress für kulturelle Freiheit in Berlin 1950': Alfred Weber informiert über Teilnehmer und Themen des Kongresses. In seiner Rede am Eröffnungstag, die im O-Ton wiedergegeben wird, betont er die Zusammengehörigkeit der geistigen, kulturellen, politischen und sozialen Freiheit und gibt einen Abriss der Freiheit und Unfreiheit in der deutschen Geschichte. 3.